Sicherlich mag der fünfte Teil aus Squares 'Final
Fantasy'-Reihe storytechnisch einer der schwächsten gewesen sein,
andererseits bot er dem Spieler dank seines verbesserten Job-Systems ein
bisher nie dagewesenes Gameplay, das FF5 bis zur letzten Minute
spielenswert machte! So konnte man seine Charaktere je nach Bedarf zu
Rittern, Weißmagiern oder z.B. auch Chemikern ausbilden und die
daraus erhaltenen Fähigkeiten mit in andere Jobklassen nehmen.
In strategischer Hinsicht standen dem Spieler somit Tür und Tor offen, was
die Ausbildung und das Training der Charaktere anging. Hinzu kam der
vergleichsweise recht hart ausgefallene Schwierigkeitsgrad, ohne den man
'Final Fantasy V' wohl nur mit halber Freude hätte genießen können, da
sicherlich ein ganzes Stück an Motivation verloren gegangen
wäre.
Ganze 10 Jahre hat es gedauert, bis dieser RPG-Meilenstein
den Sprung zu uns nach Europa (als Bestandteil der FF Anthology) geschafft
hat, nachdem er selbst in den USA erst 7 Jahre nach dem Japan-Release
(1992) auf den Markt kam. Technische Fortschritte machten sich vor allem
im Grafik- und Soundbereich bemerkbar, was wohl nicht zuletzt an den
detaillierteren Hintergründen sowie der insgesamt viel lebhafteren und
abwechslungsreicheren Musikuntermalung gelegen haben wird. Nichts desto
trotz fiel die Atmosphäre von 'Final Fantasy V' stellenweise recht
bescheiden aus, was aber auch nicht weiter tragisch ist.
Die Story beginnt damit, dass König Tycoon eines Morgens
besorgt zum Wind-Kristall aufbricht, um dort nach dem Rechten zu sehen,
damit die Erde nicht aus ihrem Gleichgewicht gerät. Doch es ist bereits zu
spät, als er ankommt. Der Kristall droht zu zerspringen! Zeitgleich
beschließt seine Tochter Lenna, ihm zu folgen, da der Wind zu wehen aufgehört hat. Auf ihrem Weg zum Wind-Schrein begegnet sie
Galuf, welcher unterdessen mit einem Meteor(?) auf dem Planeten gelandet
ist und scheinbar sein komplettes Gedächtnis verloren hat. Außer seiner
Bestimmung, ebenfalls zum Wind-Kristall reisen zu müssen, fällt ihm
sonst nur mehr sein eigener Name ein. Butz, ein Wanderer, der sich
zufällig in der Nähe des Meteors befindet, hat das ganze Spektakel miterlebt und
sich kurzerhand mit seinem Chocobo Boco zur Einschlagsstelle begeben, wo
er auch gleich auf Galuf und Lenna trifft, die ihn nach anfänglichem
Zögern zum Mitkommen überreden können. Auf ihrem Weg zum Kristall werden
die drei von Faris, dem Anführer einer Piratengruppe, gefangengenommen,
welcher jedoch kurz darauf beschließt, Lenna und Co. wieder freizulassen und die
Gruppe zu begleiten, da er sich auf irgendeine Weise mit Lenna
verbunden fühlt. Beim Kristall angekommen, zerfällt selbiger in seine
Einzelteile und gibt Butz, Galuf, Lenna und Faris das Schicksal der
"Crystal Warriors" in die Hand, deren Aufgabe nun darin besteht, die Welt vor
ihrer Vernichtung zu bewahren!
beigetragen von !ckS |