Final Fantasy 6 war damals, 1994, als es
in Japan erschien, ein technischer Meilenstein, der
das Potential des SNES komplett ausschöpfte. Sein Soundtrack gehört wie viele
andere Werke von Nobuo Uematsu zur absoluten Königs-Klasse. Ein Jahr
später veröffentlichte Square diesen Titel als "Final Fantasy 3" auch
in den USA, wo es vergleichbar
erfolgreich war. Die europäische Version, wenn man es so nennen darf, war
in Punkto Technik ein einziges Desaster. Sie erschien ganze 8
Jahre nach dem Japan-Release mit einer mangelhaften PAL-Umsetzung und
einer kleinen, mindestens genau so schlechten FFX-Demoversion, die quasi als
"Entschädigung" für den verspäteten Europa-Release (sowohl von FF6
als auch von FF10) dienen sollte...
Anders
als bei späteren Episoden der RPG-Serie hatte FF6
keinen festen Hauptcharakter, hier spielt etwa die Hälfte aller 14
Figuren eine wichtige Rolle. Zu Beginn des Spiels trefft ihr auf
Terra, ein geheimnisvolles Mädchen, das die Kunst der Magie beherrscht
und vom Imperium kurzzeitig für eigene Zwecke manipuliert
wird. Dieses hat nämlich 1000 Jahre nach
dem katastrophalen "War of Magi" eine alte
Esper entdeckt, welcher es nun ihre magischen Kräfte entziehen
möchte. Esper ist die Bezeichnung der Summons in FF6, durch die
eure Charaktere die verschiedensten Zaubersprüche erlernen oder
durch eine langzeitige Kopplung diverse Status-Boni erhalten
können. Im Laufe der Story entpuppt sich der finstere General Kefka
als magie-besessenes Monster, das die Espers aus ihrem Reich locken
und ihnen ihre Zauberkräfte rauben will, um den Planeten regieren
zu können. Seine Tyrannei bringt verheerende Auswirkungen auf den
Planeten und auf das Schicksal unserer Helden mit sich,
welche sich nun zusammenschließen, um seiner fürchterlichen
Terror-Herrschaft endlich ein Ende zu setzen...
Screenshots by thegia.com
beigetragen von !ckS |