| Plattform: PlayStation, Windows |
Info |
Erstveröffentlichung: 1999 |
| Entwickler: Square |
Region: JP / US / EU |
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| beigetragen von Lagi |
„Listen up!
Teamwork means staying out of my way.“
Mit dem 1999 erschienenen Final Fantasy VIII setzten die Künstler bei Squaresoft ihre Erfolgsstory
fort. Das Spiel war kommerziell so erfolgreich wie kein anderes in diesem Jahr und wurde von der Kritik
ebenso begeistert aufgenommen.
Story
Held der Story ist Squall Leonhart, 17-jähriges Waisenkind und Student an der Militärakademie Balamb
Garden. Noch während seiner Abschlussprüfung kommt es zum Konflikt zwischen der Nation Galbadia und
dem kleinen Stadtstaat Dollet. Die Hexe Edea übernimmt die Macht in Galbadia und schwört die Massen
auf einen Krieg ein. Die Ereignisse ähneln auf frappierende Weise dem Hexenkrieg, den zwei Jahrzehnte
zuvor das Land Esthar führte. Als Mitglied der militärischen Elite-Einheit SeeD wird Squall in den
Strudel der Ereignisse hineingezogen.
Parallel zur globalen Handlung um den militärischen Konflikt entwickelt sich Squalls Persönlichkeit
weiter. In seltsamen Tagträumen, die ihn regelmäßig heimsuchen, begegnet er einem Söldner namens Laguna,
der im letzten Hexenkrieg gegen Esthar kämpfte. Bald trifft er die schöne Rinoa Heartilly, Anführerin
einer Widerstandsgruppe gegen die galbadianische Besetzung, die sich schnell in ihn verguckt. Nach und
nach entwickelt sich eine epische Handlung um verlorene Liebe und menschliches Schicksal - und gleichzeitig
eine ergreifende kleine Studie zum Thema Erwachsenwerden.
Die meisten RPGs sind Teenage-Dramen, aber Final Fantasy VIII dürfte das erste sein, das dieses Motiv
ganz offen in den Mittelpunkt seiner Handlung stellt, anstatt es mit den üblichen Konventionen des
Genres zu maskieren. Im Vergleich zu den Vorgängern bekommen die Nebencharaktere deutlich weniger Screen
Time, alles ist ganz auf den Protagonisten zugeschnitten.
Grafik
Das Spiel holte
bei Erscheinen technisch mehr aus der PlayStation heraus als alles bisher Dagewesene. Die
nahtlos in die Spielgrafik übergehenden FMV-Sequenzen waren erstmals mehr als nur Eye Candy.
Mit
spektakulär gerenderten, realistischen Charakteren, die erstmals auch ohne Textkästen glaubwürdig menschliche
Emotionen vermitteln konnten, und knalliger visueller Symbolik, schuf Square eine Steam-Punk-Welt von nie
gekannter Liebe zum Detail, irgendwo zwischen Rokkoko und Art Deco.
Die Fusion von viktorianischer Ästhetik und Space-Age-Technologie in den Renderhintergründen ist perfekt
gelungen: Da stampfen dampfbetriebene War-Mechs durch opulente Jugendstil-Städte, und barock verzierte
Weltraumstationen drehen sich im Walzertakt à la Kubrick um die Erde.
Selbst die Farbpalette und Ästhetik
des Spiels lehnt sich an impressionistische Künstler des letzten Jahrhunderts an. Im Vergleich zu dem in
jeder Hinsicht düsteren sechsten und siebten Teil der Serie, leuchtet Final Fantasy VIII geradezu vor
Farbenpracht und Optimismus.
Sound
Zu der
genialen Grafik gesellt sich Nobuo Uematsus bisher anspruchsvollster Soundtrack. Nur vereinzelt finden
sich noch an 16-bit-Zeiten erinnernde Simpel-Melodien wie Ride On oder Tell Me.
Zu den Highlights zählen das
bombastische Liberi Fatali, die zahllosen Variationen des Hexenmotivs Fithos Lusec Wecos Vinosec und der
ebenfalls häufig angespielte Belcanto-Popsong Eyes On Me.
Daneben gibt es einige gelungene experimentelle
Arrangements wie Compression of Time und Silence and Motion. Das traumhaft schöne Ending Theme ist das bisher
beste der Serie.
Fans klassischer Videospielmusik werden sicher bisweilen die Catchiness des alten Uematsu vermissen. Mir
persönlich gefällt der Soundtrack allerdings sogar besser als der zu Final Fantasy VI - vor allem die
orchestrierte Fassung hat es in sich.
Gameplay
In Sachen Gameplay legt Square wieder ein komplett neues Magie- und Charaktersystem vor. Im Mittelpunkt stehen
die Guardian Forces - magische Wesen, die den Charakteren elementare Kampf- und Magiefähigkeiten verleihen.
Zaubersprüche werden nicht mehr nach Gusto verschleudert, sondern müssen sparsam eingesetzt werden, da sie die
Grundattribute der Charaktere in entscheidendem Maße bestimmen.
Die von Monstern
geklauten und aus Bonusgegenständen gewonnenen Sprüche können individuell jedem Charakter
zugewiesen werden und an bestimmte Attribute und Fähigkeiten gekoppelt werden, was dem Spieler nahezu unbegrenzten
strategischen Freiraum beim Ausarbeiten seiner Charaktere gibt.
So erübrigt sich auch das bislang als essentiell betrachtete Prozedere, seine Helden bis zum Maximum aufzustufen.
Da die Monster in FF8 sich stets dem Charakter-Level anpassen, werden sie eigentlich nur dann zur Bedrohung,
wenn man im Level aufsteigt.
Fortgeschrittene Spieler verzichten deshalb komplett auf das Sammeln von
Erfahrungspunkten und bilden stattdessen lediglich ihre Kampfattribute durch das Koppeln von Zaubersprüchen
aus, um möglichst einfach und schnell durchs Spiel zu kommen, während die Bossgegner bis in alle Ewigkeit auf
Tiefstlevel herumkrebsen.
Square schmeißt auch einige andere RPG-Traditionen über Bord: Schatzkisten mit Goodies werdet ihr nicht mehr
finden, und Geld wird in regelmäßigen Abständen als Sold ausgezahlt, anstatt erlegten Monstern abgenommen zu
werden. Je nachdem, wie man sich während der Missionen verhält und welche Entscheidungen man trifft, kann der
Geldbetrag mit der Zeit steigen oder fallen.
Fazit
Mit vielen gut
versteckten Subquests und einem süchtig machenden Bonus-Kartenspiel namens Triple Triad bietet
Final Fantasy VIII Stoff für mindestens 45 Stunden. Wer alles sehen will, kommt unter 80 Stunden nicht davon.
Sowohl die deutsche als auch die englische Übersetzung des Spiels sind wesentlich sorgfältiger als beim
Vorgänger; zum ersten Mal bei einem Square-Spiel sind die Dialoge zumindest halbwegs erträglich. ^_^
Das Spiel ist mittlerweile auch in einer PC-Umsetzung erhältlich. Die Portierung ist zwar besser gelungen als
bei FF7, kann aber mit üblem MIDI-Sound und verwaschenen Renderhintergründen nicht vom Hocker reißen. Seit 2010
ist die PlayStation-Version auch im Online-Shop von Sony erhältlich und kann für wenig Geld auf die PS3 oder PSP
heruntergeladen werden.
Egal, für welche Version Ihr Euch entscheidet: Final Fantasy VIII ist großes Entertainment! |
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Info
Bilder
Boss-Guide
Charaktere
Chocobo-Wälder
Downloads
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Geheimnisse
Guardian Forces
Item-Guide
Monster-Guide
SeeD-Rang
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