„It’s been a while, brother!“

Metal Gear Solid 2: Sons of Liberty erschien im Jahr 2001 für die PlayStation 2. Geschrieben von Hideo Kojima und entwickelt von Konami, ist es der direkte Nachfolger vom 1998 veröffentlichten und überaus erfolgreichen Stealth-Shooter Metal Gear Solid.

Mit weltweit über 7 Millionen verkauften Einheiten wurde MGS2 sowohl von Spielern als auch von der Fachpresse überwiegend positiv aufgenommen und erhielt neben hohen Wertungen auch viele Auszeichnungen für seine revolutionäre Grafik, die realistische Physik, die filmreife Präsentation sowie den von Harry Gregson-Williams (The Rock, Armageddon, Der Staatsfeind Nr. 1) komponierten Soundtrack.

Später veröffentlichte man mit „Substance“ eine erweiterte Version des Spiels mit zahlreichen Bonus-Missionen und Extras. Sie erschien für PlayStation 2, Xbox und Windows, war finanziell jedoch weit weniger erfolgreich als das Original.


Story

Die Handlung von Metal Gear Solid 2 beginnt im fiktiven Jahr 2007 auf einem Tanker der US-Marine, der von einer russischen Spezialeinheit unter der Führung von Revolver Ocelot übernommen wurde. Solid Snake hat die Mission, Informationen über den geheimen Kampfroboter „Metal Gear RAY“ zu sammeln.

Nachdem er bis in den Frachtraum des Tankers vorgedrungen ist, erscheint Revolver Ocelot, der aufgrund seiner von Liquid Snake transplantierten Hand die Kontrolle über sich verliert. Liquid, der Besitz von Ocelot ergriffen hat, entführt RAY und versenkt das Schiff. Snake gilt seitdem als verschollen.

Zwei Jahre später bekommt Raiden, ein junger Foxhound-Agent, den Auftrag, die Meeresreinigungsanlage „Big Shell“ zu infiltrieren, in der US-Präsident Johnson und zahlreiche andere Geiseln gefangen gehalten werden. Die Entführer nennen sich „Sons of Liberty“ und werden von einem gewissen Solid Snake angeführt.


Gameplay

An der Grundbedienung von Metal Gear Solid 2 hat sich seit dem Vorgänger nicht viel verändert. Ihr steuert Eure Figur durch 3D-Umgebungen und habt – wie es in Stealth-Spielen üblich ist – die Möglichkeit zu schleichen, zu rennen, Euch zu verstecken und vorsichtig um Ecken zu spähen.

Neu zum Bewegungsrepertoire hinzugekommen ist die Funktion, ausgeschaltete Gegner in Schränken zu deponieren oder mit einer Hechtrolle zu überrumpeln. Hält man einen Feind mit der Waffe in Schach, lässt er unter Umständen eine Hundemarke („Dog Tag“) fallen, die – in ausreichender Menge gesammelt – verschiedene Bonus-Gegenstände freischaltet, mit denen man z. B. unendlich Munition oder einen Tarnanzug erhält.

Waffen können nun auch in der Ego-Perspektive genutzt werden, sind aber – wie die meisten Gegenstände – zum größten Teil aus dem Vorgänger übernommen worden. Natürlich besteht auch wieder die Möglichkeit, Feinde von hinten in den Schwitzkasten zu nehmen oder im direkten Nahkampf auszuschalten.

Natürlich gibt es im Verlauf der Story wieder mehrere Bosskämpfe, die allesamt sehr abwechslungsreich und originell gestaltet sind. Ansonsten ist man meistens damit beschäftigt, sich an Wachen vorbeizuschleichen, Sprengsätze aufzuspüren, Fallen zu überwinden, Wachkameras zu umgehen, Verschwörungen aufzudecken oder mit dem Scharfschützengewehr Ziele aus der Entfernung zu eliminieren.

Jeder Spielabschnitt lehnt sich ein bisschen an Ereignisse aus dem ersten Spiel an, ohne jedoch unoriginell oder einfallslos zu wirken. Hier und da haben die Entwickler sogar ein paar witzige Easter-Eggs und Insider-Gags versteckt, für die man die verrücktesten Dinge tun muss, um sie zu sehen.

Wird die Story gerade nicht durch eine der vielen eindrucksvollen und kinoreifen Zwischensequenzen vorangebracht, unterhalten sich die Charaktere in teils sehr langen Codec-Gesprächen, die aber schnell und bequem übersprungen werden können.

Für die europäische Version hat man einen zusätzlichen Schwierigkeitsgrad integriert, den „European Extreme Mode“. Dieser wird zugänglich, nachdem man das Spiel einmal erfolgreich absolviert hat. Bossgegner sind dann in der Lage, Euch mit einem einzigen Treffer zu erledigen – die perfekte Herausforderung für alle Hardcore-Zocker, denen selbst der „normale“ Extrem-Modus noch zu einfach ist.